Wenn das kritische Wissen in Rente geht
Die Ausgangslage
Ein erfahrener Fachplaner geht in 18 Monaten in den Ruhestand. Sein Wissen über Auslegungsregeln, Ausnahmefälle und die Historie langjähriger Kundenprojekte steckt in seinem Kopf, in E-Mail-Postfächern und in Projektordnern über zwei Netzlaufwerke verteilt. Neue Kollegen finden Vorgängerprojekte nur, wenn sie wissen, wonach sie fragen müssen. Ein KI-Assistent war angedacht, hätte aber auf einem unstrukturierten, teils widersprüchlichen Bestand aufgesetzt.
Der Weg: geschlossener Kreislauf
- Erkennen: Wissenslandkarte, welche Entscheidungen nur diese eine Person sicher trifft und welche Projekte davon abhängen.
- Ordnen: Auslegungsregeln, Projekthistorie und Ausnahmen in einen strukturierten Wissensraum mit Quellen, Gültigkeit und Zuständigkeit überführt.
- Entscheiden: Assistenz, die Vorgängerfälle findet und die passende Regel mit Quellenangabe vorschlägt, der Mensch entscheidet.
- Handeln: in die tägliche Projektarbeit eingebettet, mit klaren Ausnahme- und Rückfragewegen.
- Betreiben: der scheidende Planer prüft und ergänzt den Wissensraum, statt ihn im Kopf zu behalten.